Sommertheater 2015

Freilichttheater Westerstede- Kultur im Ammerland- Theater in Niedersachsen- Historisches Theater-Kindertheater


Emil und die Detektive


Der zwölfjährige Emil Tischbein reist aus der heimatlichen Kleinstadt Neustadt erstmals nach Berlin, um Verwandte zu besuchen. Seine Mutter hat ihm 140 Mark zur finanziellen Unterstützung der Großmutter mitgegeben. Dieses Geld wird ihm im Eisenbahnabteil von einem Mitreisenden, der sich Grundeis nennt, gestohlen. Da Emil selbst daheim etwas ausgefressen hat, wagt er nicht, sich an die Polizei zu wenden, und verfolgt den Dieb vom Bahnhof an auf eigene Faust. Er wird von dem gleichaltrigen Berliner Jungen Gustav mit der Hupe angesprochen: „Du bist wohl nicht aus Wilmersdorf?“ Gustav trommelt einige Freunde zusammen, die eine Kriegskasse anlegen und einen Nachrichtendienst organisieren („Parole Emil!“). Die selbst ernannten Detektive beschatten den Dieb quer durch Berlin und sammeln Indizien. Dabei kommt es zum Streit, weil manche Jungen die ihnen übertragene Aufgabe nicht erfüllen wollen. Da Emil per Boten seine Verwandten informiert, gesellt sich auch seine Cousine Pony Hütchen zu den Detektiven.

Karten:04488/19433

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Freilichttheater Westerstede

Sommertheater  auf dem Alten

Marktplatz vor der Petrikirche

Philip Lüsebrink


Schon während des Studiums erhielt er erste Engagements an der Jungen Kammeroper Köln und der Studiobühne NRW. Gastverträge führten ihn an die Neukoellner Oper Berlin, Philharmonie de Monte Carlo, das Deutsche Theater Berlin, Allee-Theater Hamburg, Théâtre National de Toulouse, Konzerthaus Zürich und den Palau de la música Barcelona. Seit 2006 ist er Ensemblemitglied des Hamburger Volkstheaters im Engelsaal, wo er als Sänger, Regisseur, Choreograf und Spielleiter tätig ist.


Er spielt u.a. den Freddy in „My Fair Lady“, Leopold im „Weißen Rössl“, Dr. Falke in „Die Fledermaus“, „Die Haifischbar“, „Komm ein bisschen mit nach Italien“, und Charley in „Charleys Tante“ Seit 2009 spielt er seine eigens geschriebenen Programme „Alles wegen die Leut“ und „Ganz ohne Weiber geht die Chose nicht“. Als Regisseur hat er bereits über 20 Inszenierungen auf die Bühne gebracht, darunter „Charleys Tante“, „Zwei wie Bonnie und Clyde“, „Glanzlichter der Operette“, „Tonight On Broadway – Die Musicalshow“ und die „theatrale Preziose“ „Wollt Ihr einen Star seh´n, seht mich an – Zarah Leander in Schatten und Licht“, die u.a. im Münchner Gasteig zu sehen war.


Im Sommer 2013 inszeniert er in der Rhododendronstadt Westerstede auf dem Marktplatz „Pünktchen und Anton“ und „Der Raub der Sabinerinnen“ für die Freilichttheater-Gemeinschaft Westerstede.

Unser Regisseur

Egal wie das Wetter wird, bei uns sitzen Sie immer im Trockenen!


Der schwarze Graf von Westerstede“


Wir schreiben das Jahr 1815. Es wird  Frühjahr in Westerstede. Langsam beginnt sich der Ort zu erholen. Vor zwei Jahren hatten die Kosaken die Franzosen, die großes Leid und Armut unter das Volk gebracht hatten, aus der Stadt gejagt und Oldenburg und damit auch Westerstede befreit. Aber kaum geht es den Bewohnern besser da bricht neues Leid aus. Der „Schwarze Graf“ treibt sein Unwesen in Westerstede. Ein schlauer gerissener Bursche muss es sein. Des Nachts kommt er und sucht einen der Höfe von Westerstede auf und nagelt an dessen Tür seine Botschaft. „Ein Viertel deiner Ernte in Gold oder der rote Hahn wird auf deinem Dach sitzen.“ Jeder wusste was das bedeutet. Man zahlte oder der Hof brannte. Es gab keine andere Möglichkeit. Hilfe von anderen war nicht zu erwarten. Wer dem Ausgesuchten zur Seite stand, war das nächste Opfer und besser ein anderer zahlt als man selbst. Die Menschen hatten schon genug Leid unter den Franzosen ertragen müssen. Wenn man Glück hatte, traf es einen Anderen. Es gab über 50 Häuser die er auf seine schwarze Liste setzen konnte. Und er ließ einem ja genug zum Leben und sowieso, sollten doch die anderen sich wehren. Amtmann von Negelein war dies zuwider, aber so lange die Bauern, Handwerker und Händler nicht halfen, war dem schwarzen Grafen nicht bei zu kommen. Es ging sogar das Gerücht um, das Negelein selber der „Schwarze Graf“ war. Von Negelein war in der letzten Zeit mächtig geworden, und dazu brauchte man Geld. Sollte man so jemandem vertrauen? Und selbst wenn er es nicht war, könnte es jeder andere sein. Ein Nachbar, ein Händler, ein Knecht, der Bettler oder sogar der Schulmeister. Nein, trauen konnte man keinem. In dieser Zeit, von Misstrauen und Angst blüht aber trotz alledem etwas Wunderschönes im Verborgenen. Liebe. Die Liebe zwischen dem Knecht und der Tochter des reichen Bauern Albers. Ihr Vater hatte getobt, als er erfuhr wie es zwischen dem Knecht Christian und seiner einzigen Tochter stand. Sie würde einmal den Hof erben, denn sein Sohn war von den Franzosen als Rebell erschossen worden. Und nun wollte sie ausgerechnet einen ehemaligen französischen Soldaten heiraten? Christians einzige Chance doch noch die Angebetete zu bekommen besteht darin den „Schwarzen Grafen“ zu stellen, denn Bauer Albers war das  nächste Opfer des Verbrechers. Wenn er ihn stellte, würde Christian Dankbarkeit einfordern können. Doch dann gerät er selber in Verdacht, und so bleibt ihm nur der Weg nach vorne. Er muss dafür sorgen, das die Westersteder zusammen halten und gemeinsam gegen den  „Schwarzen Grafen“ vorgehen. Wird es ihm gelingen oder gewinnt „Der schwarze Graf von Westerstede“?

Diese Geschichte und wie es in Folge der Ereignisse zum großen Stadtbrand von 1815 kam erzählt das Theaterstück von Alf Hauken, dass er für die Freilichttheatergemeinschaft Westerstede geschrieben hat. Die Eckdaten beruhen auf wahren Ereignissen die zu einer spannenden Geschichte verwoben wurden.


Freilichttheater Westerstede mit stark gestiegenen Zuschauerzahlen!


Das war eine schöne Theatersaison der Freilichttheatergemeinschaft Westerstede 2015. Das Kinderstück 2015 war ein voller Erfolg. Richtig erfreulich waren die Zahlen vom "Schwarzen Graf". Fast 50 % Steigerung gegenüber den beiden zurückliegenden Spielzeiten. Das ist absolut Spitze!

Das Wichtigste ist aber, das das Motto unseres Regisseurs "Eine Stadt macht Theater" absolut stimmte. Wir haben soviel Unterstützung bekommen wie lange nicht. Und zwar von allen Seiten.


Erich Kästner


Als die Nationalsozialisten am 10. Mai 1933 Bücher und Bilder unliebsamer Künstler verbrannten, waren auch Werke von Erich Kästner darunter. Seine zeitkritischen und satirischen Texte hatten ihn in Ungnade fallen lassen. Der am 23. Februar 1899 in Dresden geborene Journalist und Schriftsteller lebte und arbeitete weiter in Berlin und publizierte im Ausland. Die Gedichtbände "Herz auf Taille" und "Lärm im Spiegel" erschienen 1928 und 1929, ebenso sein bekanntestes Kinderbuch "Emil und die Detektive". Nach dem Krieg lebte Kästner in München und rechnete als Mitglied der "Schaubude" sowie in seinen Hörspielen und Liedern mit den Nazis ab. Er starb am 29. Juli 1974 in München.




Alf Hauken


Wenn er nicht auf der Bühne steht, bewirtschaftet er mit seiner Familie einen kleinen Hof in Friesland. Seit Ende der 1980er Jahren spielt er auf  zahlreichen Bühnen in Norddeutschland. Seine liebsten Rollen sind die kleinen Chaoten, die vom Leben nicht verwöhnt wurden, aber es trotzdem meistern und sich nicht unterkriegen lassen. Momentan ist er am Oldenburgischen Staatstheater in der Sparte Niederdeutsch zu sehen.

Seit 10 Jahren werden seine Stücke nun schon auf Bühnen von Österreich über Bayern und das Münsterland bis hin in den hohen Norden gespielt.

Für den "Schwarzen Grafen von Westerstede" hat er sich intensiv mit der Geschichte des Ammerlandes auseinandergesetzt.

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